erstellt am 19.03.2014 13:04 Uhr

Berufsziel: Prima Ballerina! | tanzmuster Ballett-Blog

Voraussetzungen und Wege zum Tanzberuf

Freude am Tanzen ist wohl für die meisten Einsteiger die größte Motivation, um mit dem Ballett zu beginnen. Doch manche Tänzer entdecken mit der Zeit, dass ihr anfängliches Hobby weit mehr für sie bedeutet. Und warum nicht die Passion zur Karriere machen? Die ersten Tanzschritte können so für einige besonders begabte Ballerinen und Nachwuchstänzer den Beginn einer großen Ballettlaufbahn bedeuten.

Was es vorab alles zu beachten gilt, welche möglichen Ausbildungswege es gibt und welche beruflichen Perspektiven man beim Ballett überhaupt hat, haben wir in den folgenden Zeilen einmal grob für euch zusammengefasst.

Wann beginnen?

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Daher kann man gar nicht früh genug damit anfangen, diesen zu fördern. Beim Ballett ist es allerdings ratsam, ein Mindestalter nicht zu unterschreiten. Schließlich ist ein Kind im Durchschnitt erst ab dem 4. Lebensjahr in der Lage, sich über längere Zeit hinweg zu konzentrieren. Das ist entscheidend, denn im Unterricht sollten die Kleinen fähig sein, während der ganzen Tanzstunde aufmerksam zu bleiben. 

Die meisten Eltern wählen daher das Jahr vor Beginn der ersten Schulklasse als Einstieg fürs Balletttanzen. So haben die Kleinen genügend Zeit, sich allmählich mit dem Tanzen anzufreunden – und vielleicht später einmal sogar eine Tanzkarriere anzustreben. 

Natürlich kann auch später noch mit dem Tanzen begonnen werden. Allerdings wird es mit zunehmendem Alter nicht einfacher, eine professionelle Berufsausbildung zum Balletttänzer bzw. zur Balletttänzerin und eine anschließende Tanzkarriere zu starten.

Welche Ausbildungsmethode?

Wie mit jeder beruflichen Ausbildung, so ist es auch beim Balletttanzen nicht anders: Die Wahl der Ausbildungsstätte trägt maßgeblich zur späteren tänzerischen Laufbahn bei. Wer später eine Tanzkarriere anstrebt, sollte daher darauf achten, dass die Tanzlehrer selbst eine fundierte Ausbildung vorweisen können.

Die heute in Deutschland am weitesten verbreiteten Unterrichtssysteme für klassisches Ballett sind die sogenannte Waganowa-Methode sowie die Methode nach RAD (Royal Academy of Dance). Während die Methode RAD insbesondere im Bereich des Kinderballetts sehr beliebt und verbreitet ist, orientieren sich viele Ballettakademien an der Waganowa-Methode. 

  • Waganowa-Methode: Die russische Schule zielt von Anfang an auf Kinder mit hervorragender, körperlicher Begabung für den Tanz ab. 
  • RAD: Die Lehrpläne der englischen Schule sind so konzipiert, dass auch ein Kind mit „normalen“ bis guten Voraussetzungen eine optimale Ausbildung erhält. Erst später wird zwischen Hobbyschülern und Ausbildungsschülern differenziert. 

Dadurch sind am Anfang die Schwerpunkte innerhalb der verschiedenen Methoden-Lehrpläne etwas unterschiedlich. Nach ein paar Jahren und mit Zunahme des Leistungsniveaus nähern sich beide Methoden jedoch immer weiter an.

Zu den wohl renommiertesten Ausbildungsstätten in Deutschland zählen:

  • John Cranko-Schule in Stuttgart
  • Ballettschule des Hamburg Ballett
  • Ballett-Akademie München
  • Staatliche Ballettschule Berlin
  • Palucca Hochschule für Tanz Dresden

Und was kommt dann?

Generell ist Tanzen sehr facettenreich und hat für fast jeden etwas zu bieten. Klappt es schließlich doch nicht mit der weltweiten Tanzkarriere, so bleiben immer noch viele andere, spannende Möglichkeiten.

Mit einer pädagogischen Zusatzausbildung kann beispielsweise auch ein Beruf als Tanzlehrer angestrebt werden. Ausbildung und Prüfungen werden praktischerweise meist bereits während oder direkt nach der eigenen Tanzausbildung absolviert.

Hierzu bieten Anbieter wie beispielsweise die Royal Academy of Dance (RAD) in Berlin einige Qualifikationskurse für Lehrer an.


 

Schnell-Check: Wie begabt ist mein Kind?

Als Elternteil hat man eine große Verantwortung, wenn es um die Zukunft der Kinder geht. So ist es nicht immer einfach, vollkommen objektiv zu bleiben. Schließlich will man für die Kleinen ja nur das Beste – ob dies jedoch tatsächlich eine Tanzkarriere für die Sprösslinge bedeuten sollte, kann man oft bereits sehr früh erkennen.

Generell hat das Thema Begabung gerade im Ballett viele Facetten. Die wichtigsten im Überblick:

  • Rhythmus und musikalisches Gespür ist das A und O beim Tanzen. Ob ein Kind davon genug „im Blut“ hat, lässt sich relativ leicht feststellen: Bleiben die Kleinen von sich aus spielerisch und eigenständig im Takt, erfüllen sie in der Regel diese unabdingbare Voraussetzung für eine Tanzlaufbahn.
  • Gewisse physische Voraussetzungen wie Größe, Gewicht und Körperbau sind ebenfalls maßgeblich für eine Tanzkarriere. Andernfalls haben es die kleinen Eleven trotz intensivem Training später schwer. Die endgültige körperliche „Begabung“ wird allerdings erst nach Abschluss der Pubertät deutlich.

  • Körperhaltung und Ausdruckskraft zählen auch zu den Entscheidungsfaktoren. Schließlich müssen Tänzer ihr Publikum mitreißen und begeistern können. Ein guter Pädagoge kann eine grundsätzlich vorhandene Ausdruckskraft jedoch nachhaltig fördern und formen.
  • Fleiß und Disziplin runden den Kanon der Mindestanforderungen ab. Denn auch die besten Schulen, Lehrer und Voraussetzungen nützen nichts, wenn eine Nachwuchsballerina nicht motiviert ist oder nicht freiwillig intensiv genug trainiert. Mit Zwang erreicht man auf lange Sicht auch im Ballett nur wenig.
Bitte beachten: Wie immer soll dieser Beitrag lediglich informieren und einen ersten Überblick verschaffen. Eine genaue Beurteilung sollte jedoch immer von fachkundigen Experten vorgenommen werden.
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