erstellt am 14.05.2014 17:36 Uhr

Rundum kunterbunt! | tanzmuster Ballett-Blog

Draußen grünt und blüht es. Die Natur hat ihren tristen Wintermantel endlich gegen ein bezauberndes, farbenfrohes Frühlingskleid eingetauscht. Der perfekte Zeitpunkt, sich einmal etwas ausführlicher mit einem wirklich kunterbunten Thema auseinanderzusetzen, finden wir: Farben! 

Was bedeuten sie, wo kommen sie vor, was für Gefühle verknüpfen wir – und andere – mit ihnen und wie kann man sich das zum Beispiel auf der Tanzbühne zunutze machen? Bei tanzmuster stehen im Mai deshalb alle Zeichen auf  BUNT – BUNT – BUNT!

Von Schwarzsehern und Lichtgestalten

Fällt Licht auf einen Gegenstand, wird die Welt für uns bunt: Denn wenn dieser Gegenstand das Licht reflektiert, so sehen wir Farbe(n). Werden die Lichtwellen dagegen komplett absorbiert, sehen wir Schwarz.

Dafür gibt es in unserem Auge drei Rezeptoren - und zwar für Rot, Grün und Blau. Unser Gehirn erstellt aus der aufgenommenen Kombination dieser drei „Basiswerte“ dann die Farben und Nuancen, die wir wahrnehmen. Übrigens: Wenn alle drei Lichtwellen (rote, grüne und blaue) gleichermaßen reflektiert werden, sieht das Auge keineswegs bunt, sondern einfach weiß!

Was unser Auge sonst noch verrücktes anstellt beim Farbensehen:

  • Werden Rot und Grün reflektiert und Blau absorbiert, sieht man Gelb.
  • Enthält eine Fläche Pigmente, die den blauen und grünen Lichtanteil absorbieren, so nehmen wir sie als Rot wahr.
  • Bei Flächen, die nur den blauen und roten Anteil des Lichts absorbieren, reflektiert nur der grüne Anteil des Lichts – wir sehen Grün.
  • Pigmente, die grünes Licht absorbieren, nehmen wir als Magenta (Pink) wahr.
  • Wird rotes Licht absorbiert, so sehen wir Cyan (helles Blau). 

Farbenlehre – Drei, vier, viele?!

Auch wenn es verschiedene Farblehr-Ansätze gibt, so stimmen sie alle in einem Punkt überein: Rot, Gelb und Blau (ja, genau: Gelb statt Grün – also anders als bei den Rezeptoren im Auge!) sind die Grundfarben, aus denen sich alle anderen Farben mischen lassen. Deshalb werden sie auch Primärfarben genannt.

Eine gemischte Farbe wie Grün heißt deshalb Sekundärfarbe. Mischt man eine Primär- mit einer Sekundärfarbe bzw. Sekundärfarben untereinander, so entstehen Tertiärfarben:

  • Rot, Gelb, Blau = Primärfarben
  • Grün (Gelb + Blau), Orange (Rot + Gelb), Violett (Blau + Rot) = Sekundärfarben
  • Hellgrün, Orangerot, Blauviolett etc. = Tertiärfarben

Farbenallerlei – aber bitte nicht im Ballett… oder?

Farbe umgibt uns wie die Luft, die wir atmen. Überall, wohin wir auch blicken, bestimmen Farben unsere Umgebung. Doch oft ist uns das gar nicht so bewusst. So können Farben nämlich nicht nur unsere Stimmung beeinflussen, sondern auch Effekte auf unseren Körper bzw. unsere Gesundheit haben.

Auch im Ballett spielen Farben eine große Rolle. Wie in manch anderer Sportart, gelten auch hier bestimmte Farbrichtlinien für den Tanzsaal, die Wettkampf- oder die Theaterbühne. Meist werden diese von der jeweiligen Institution (z.B. der Ballettschule) bestimmt. Grundsätzlich kommen jedoch zarte Farben wie Rosa, Creme, Hellblau oder Apricot überproportional häufig zum Einsatz. Ein kräftiges Grün oder Gelb findet man im Unterricht dagegen so gut wie nie. Schade eigentlich…

Kleiner Tipp: Wer ein wenig Farbe in den Ballerina-Alltag bringen möchte, kann dies mit unserem modernen Sortiment aus Pink, Petrol, Indigo oder Rot tun.

Andere Länder, andere Sitten – und andere Farben?

Die Benennung und Bedeutung einzelner Farben ist nicht überall auf der Welt gleich. So gibt es im Japanischen nur eine englische Wortentlehnung für die Farbe Grün („green“ wird zu „gurin“). Der einfache Grund: „Grün“ als eigenständige Farbe kommt im Wortschatz der Inselasiaten einfach nicht vor, denn sie wird dort als gelbe Schattierung von Blau angesehen.

Doch auch ganz in unserer Nähe geht es sprachlich ziemlich bunt durcheinander: So machen zum Beispiel die Italiener zwischen Dunkelblau („blu“) und Himmelblau („azzurro“) einen ebenso großen Unterschied, wie wir Deutschen zwischen Gelb und Grün. Lustig, nicht wahr?

Abgesehen von den sprachlichen Unterschieden in einzelnen Ländern bzw. Sprachkreisen, verändern Farben aber auch je nach Kultur ihre Bedeutung. Daher ist zum Beispiel die Farbe Weiß in westlichen Ländern die erste Wahl für ein Hochzeitskleid. Sie symbolisiert hier Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit. In Indien dagegen wird Weiß von Witwen getragen und bei Hochzeiten die Farbe Rot gewählt.

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